Free Web Hosting by Netfirms
Web Hosting by Netfirms | Free Domain Names by Netfirms

 

Principal
Siguiente

Die Geschichte
San Patricio.ar St Patrick.ie São Patrício .br San Patrizio.it St Patrick.de St Patrick.nl St Patrice.fr St Patrick.jp ASCII Donate Free Food

 

Die Geschichte
Legende und Folklore
Unser Spiel

 

Principal
Arriba

 

 

 

      

Die Geschichte von St. Patrick

 

Heulend tobte ein Sturm am 16. März gegen Ende des 4. Jahrhunderts um ein romano-britisches Landgut in Wales. Calpurnius, Patrick’s werdender Vater, war nervös, denn seine Frau war hochschwanger. Die Sklaven des Gutes hatten sich schon schlafen gelegt. Eben traf die Nachricht ein, daß in Rom die Christen die Löwen mit 2:0 geschlagen hatten, als kurz vor Mitternacht bei der Dame des Hauses die Wehen einsetzten. Am Morgen des 17. März präsentierte die Hebamme dem glücklichen Paar einen strammen Buben. Sein Name sollte Patrick sein. Er wuchs sorglos auf und brachte dem römischen Schulsystem nur mäßiges Interesse entgegen, wie sein holpriges Latein und die fehlerhafte Grammatik verraten. Lest seine "Confessio", und ihr werdet leicht verstehen, warum ein Junge, der so weit von Verulamium (dem heutigen St. Albans), einem Zentrum der Gelehrsamkeit, entfernt geboren worden war, einfach in den Tag hinein lebte. Nach seinem sechzehnten Geburtstag veränderte sein Leben dramatisch. Immer noch ein Landjunge, ein Greenhorn sozusagen, wurde er von irischen Piraten gefangen und wie schon Tausende vor ihm per Schiff nach Irland verschleppt. Zu dieser Zeit wurde Britannien nämlich ständig von irischen Plünderern und Sklavenjägern heimgesucht. Die "Verona Liste", ein römisches Dokument dieser Zeit, erzählt eine traurige Geschichte über die barbarischen Überfälle der "Scotti" aus Irland.

Das Irland, in das er kam, war so völlig anders als seine Heimat. Römischer Einfluß hatte Irland nie erreicht, und es gab absolut keine Infrastruktur. Patrick hatte in einer abgelegenen ländlichen Region des römischen Britannien gelebt, aber der abrupte Wechsel, den er als Sklave in Irland erfuhr, muß schockierend gewesen sein und sein Leben völlig aus den Angeln gehoben haben.

Als Sklave in Slemish, vermutlich im Co. Mayo, hütete er Rinder, Schafe und Schweine und lebte bei einer großen Familie mit ihren Sklaven in einer typischen befestigten Siedlung dieser Zeit, einem "Ringfort" oder "rath". Während der langen Tage und Nächte hatte er viel Zeit, nachzudenken und Betrachtungen anzustellen. Unter anderem dachte er über den christlichen Hintergrund seiner Familie nach. Die Leute kannten und achteten ihn als einen anständigen jungen Mann in Gefangenschaft. In den endlosen dunklen Stunden in den irischen Bergen, wenn der eisige Wind heulte und Schneeregen rauschte, versuchte er Schlaf zu finden. In manchen Gegenden Irlands findet man nur mühsam Schlaf, und Träume werden zuweilen Wirklichkeit. Patrick hatte einen Traum, und dieser Traum zeigte ihm seine Bestimmung, und er wollte diese Mission erfüllen.

Schließlich entkam er seiner Gefangenschaft und erreichte Drogheda, oder vielleich auch Wexford. Er fand ein Schiff, schloß Brüderschaft mit den Seeleuten und schiffte sich nach Frankreich ein. Zusammen mit der Schiffsbesatzung machte er sich zu Fuß auf und wanderte fast 700 Meilen von der französischen Küste nach Auxerre. Hunger, Durst und Orientierungslosigkeit erschwerten den Marsch, aber Patrick’s Vertrauen auf Gott ließ sie durchhalten. Einmal, als sie nichts mehr zu Essen hatten, rief Patrick, der sich anscheinend mit den Seeleuten in einer gemeinsamen Sprache verständigen konnte, Gott um Hilfe an. Daraufhin hatte er eine Vision und hörte Stimmen, die ihn anflehten: "Wir bitten dich, junger Mann, daß du zu uns zurückkehrst und unter uns wandelst". "Uns" waren die Iren. Er gelobte es und zufällig erschien eine Rotte Wildschweine, und die Hunde, die Patrick begleiteten, taten das Ihre. Vermutlich könnte man sagen, sie hatten eine feine Grill-Party. Patrick hatte halt eine besondere Art im Umgang mit Hunden, wie in der "Confessio" beschrieben ist.

Er sollte noch einmal in Gefangenschaft geraten, diesmal durch Barbaren, die im Gefolge der Vandalen nach Europa gekommen waren, konnte aber wiederum fliehen. Wohin? Es scheint, daß er nach Britannien zu seiner Familie zurückkehrte. Die "Confessio" berichtet folgendes: "et iterum post paucos annos in Britanniis eram".

Von hier an werden die Berichte etwas vage, aber es steht fest, daß er Germanus getroffen hat, einen gelehrten Bischof in Frankreich, der ihn unterrichtete und ihm die niederen Weihen gab und ihm einiges über das Leben beibrachte.

Zu dieser Zeit, ca. 431 A.D., gab es einen anderen Mann mit einer großen Zahl von Anhängern auf dem Kontinent. Sein Name war Palladius. Er war tatsächlich der erste Missionar, der Irland besuchte und sich zur Lebensaufgabe machte, die widerspenstigen Gälen zu bekehren. Allerdings starb er ein Jahr nach seiner Ankunft, er war dem rauhen Klima nicht gewachsen.

Aber zurück zu Patrick.

Amathor, ein Bischof und Anhänger des Palladius in der Gegend von Auxerre, beschloß aus Patrick einen Bischof zu machen, da er ihn für einen klugen Burschen hielt. Und so geschah es. Patrick war nun Bischof.

Es ist nicht ganz sicher, ob er Lerins, Marmoutiers und Marseilles besuchte, aber fest steht, daß er mit Honoratus in Kontakt kam, einem Gelehrten und äußerst gebildeten Mann, von dem er viel lernte.

Von hier an wird Patrick zur Legende. Die irischen Chronisten Muirchìu and Tirechàn schrieben viel über Patrick und glorifizierten ihn derart, daßes ziemlich schrierig ist, Fakten von Fiktion zu unterscheiden.

Aber einerlei ob Tatsache oder Legende, folgendes wird berichtet :

Da war diese Frage der "Heiligen Dreifaltigkeit". Drei Gottheiten in einer: Gott Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Die Ägypter hatten das bereits geklärt: Nachdem sie die Pyramiden gebaut und den Nil eingedämmt hatten, erfanden sie den Monotheismus. Aber bis Irland hatte sich diese Idee noch nicht herumgesprochen. Patrick stand mitten in einem Feld, als er von feindseligen Gälen bedrängt wurde: es solle nur einen Gott geben, aber auch drei in einem ? Unvorstellbar! Die Lage sah gar nicht gut aus, als er vor Verzweiflung zu Boden schaute und vor den Spitzen seiner Gummistiefel das bescheidene SHAMROCK sah. Er pflückte es und hielt es hoch. "Hier", sagte er, "haben wir drei Blätter an einem Stengel." Na also! Bis heute kann niemand dieses Argument schlagen! Und Gummistiefel sind seither in Irland "in".

Ein anderes Mal stand Patrick wieder mitten auf einem Feld. Es war kalt und regnerisch und die Hunde waren hungrig.Das Feld war mit Nesseln, Disteln, Schmutz und Löwenzahn bedeckt.Er fragte die versammelte Menge, ob es einen Christus gäbe.Niemand reagierte. Niemand konnte sich erinnern. Das war ja auch schon fast 500 Jahre her. Voller Zorn stieß er seinen Stab in den Boden, worauf dieser erblühte, es wuchsen ihm Äste, und an den Ästen sprossen Shamrocks.

Es gibt in Irland wenig Reptilien, von Politikern mal abgesehen. Patrick wird es zugeschrieben, alle Schlangen aus Irland vertrieben und über’s Meer nach England gejagt zu haben, wo sie heute noch in Westminster residieren. (Tatsache: es gibt heute in Irland keine Schlangen !)

Patrick hatte in Irland natürlich gegen das Heidentum anzukämpfen. Er war mit einer Anzahl seiner Anhänger in Slaney, Co. Wexford, gelandet und nach Norden bis ins County Down gereist, durch Dreck und Schlamm, über schlechte Straßen, ohne Motels oder Hotels, und ohne Country & Western im Radio, und ich vermute, sie beschlossen ein bißchen für die Ankunft des "MCDonalds" zu beten. Er und seine Gruppe hielten sich verborgen, aber ein junger Schweinehirt entdeckte sie und verriet sie seinem Herrn, der sie für eine Bande britannischer Plünderer hielt und beschloß, sie zu töten. Aber als Dichu, das war der Name dieses Mannes, Patrick traf und in sein Gesicht schaute, war er so beeindruckt, ja geradezu fasziniert, daß er seinen Hurling-Schläger fortwarf und auf der Stelle bekehrt war. Dies geschah in Saul, Co. Down. "Saul" ist die anglisierte Form von "Sabhal", was soviel wie "Scheune" bedeutet, und nach der Überlieferung hat Patrick dort seine erste Kirche gegründet.

In seiner "Confessio" beschreibt Patrick sein Leben in Irlandals das eines Mannes "in senectute mea.", oder auf gut Deutsch: ein alter Mann. Aber er war noch ganz "fit für’s Leben"!

Er traf die Chieftains (nein, nicht die berühmte Folkgruppe) und ihre Stämme, sprach mit ihnen und überzeugte sie, daß sich das Christentum ganz gut in ihren bis dato heidnischen Way of Life integrieren ließe. Er machte Tausende von ihnen zu Christen, zog sich aber die Mißbilligung seiner Vorgesetzten in Rom zu. Er wurde beschuldigt, von den Machthabern Geschenke anzunehmen, und wegen seiner mangelden formalen Ausbildung verspottet. So etwas kommt uns doch auch heute noch bekannt vor, nicht wahr ? Aber er glaubte an Gott. Er verbreitete seine Botschaft, und er war zeitlich nur 500 Jahre von einem anderen Mann entfernt, der in un-cooler Kleidung mit Hippie-mäßig langen Haaren in Jerusalem herumlief, auf dem Wasser wandelte, die Toten weckte und sich von netten Mädels die Füße waschen ließ.

Aber was auch immer und wie auch immer er es getan hat, er hat uns einen Tag der Erinnerung gegeben, und Zeit für ein wenig Besinnung.

Arriba

Copyright © 2003 St Patrick´s Day